Almen

Almen sind Hochweiden im Gebirge, sie liegen entweder oberhalb der Waldgrenze, wo natürlicher Rasen zu finden ist oder sie sind durch Rodung von Wald entstanden. Für viele Bergtäler unserer Heimat war die Almwirtschaft die erste, dauerhafte Form menschlicher Nutzung. Die Almhütte – Unterkunft für SennerInnen und Hirten - wird hier „Kaser“ oder „Kammer“ genannt. Sie besteht meist aus zwei Geschoßen, wobei im oberen Bereich die Wohn- und Vorratsräume liegen und im unteren Teil der Stall. Benannt werden die Hütten nach dem Hof, zu dem sie gehören oder nach der Alm, auf der sie sich befinden. Im Villgraten dienen heute viele dieser Behausungen nicht mehr ihrem einstigen Zweck. Häufig werden sie an erholungssuchende Gäste vermietet, die hier Ruhe und Ursprünglichkeit finden. Die Gsieser Almhütten werden hingegen meist noch wie eh und je genutzt, in einigen Hütten wird jedoch als Nebenverdienst „Almausschank“ betrieben. Neben den Almhütten liegen die meist umzäunten „Tummfelder“, das sind Wiesen, die mit den im Stall anfallenden Mist gedüngt werden. Daran grenzen die ungedüngten Wiesen und Weiden. Im späten Frühjahr wird das Vieh auf die Alm aufgetrieben. Der Aufenthalt auf den Hochweiden ist für den Gesundheitszustand und die Kondition der Tiere sehr förderlich: Sie ernähren sich von leicht verdaulichen Gräsern und Kräutern und müssen sich zur Nahrungsaufnahme mehr bewegen als im Tal bzw. im Stall. Im Herbst wird das Vieh wieder zum heimatlichen Hof gebracht – in Gsies findet der Almabtrieb immer am 2. Samstag im Oktober statt. Für diesen Weg ins Tal wird den Rindern eine Glocke umgehängt, nur ein Tier – die „Kranzkuh“ - wird besonders geschmückt.

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