Bergmahd

Die Heumahd auf der Alm begann ungefähr ab Mitte Juli und endete Mitte August. In früheren Zeiten hat dabei die gesamte Großfamilie mit Knechten und Mägden mitgeholfen. Je nach Größe des Hofes bzw. der Alm mähten mehrere Männer - die „Mohda“ – (zum Teil aber auch Frauen) mit der Sense die Bergwiesen. Das Heu zusammenzurechen war dann größtenteils Aufgabe der Frauen und Kinder. Auf den Gsieser Almen wurde es sodann in „Blochn“ – das sind große Tücher aus Leinen – gepackt, damit es in die „Heuschupfe“ (Scheune) getragen werden konnte, wo es bis zum Winter gelagert wurde. Hier sind die Wiesen oft weniger steil und das Gras kürzer als im Villgratental - man hat das Heu also in einem Tuch getragen, das man mit beiden Händen fassen musste. In Villgraten war es eher üblich, das Heu zu einem „Pallan“ (Heuballen) zu binden. Dazu wurde es auf einen am Boden aufgebreiteten Strick gelegt, der in einer bestimmten Art und Weise über das aufgestockte Heu geschlungen und schlussendlich zusammengeschnürt wurde. Beim „Pallan“ - tragen hatte man eine Hand frei, das war notwendig, um sich auf den steilen Villgrater Bergwiesen abstützen zu können. Heute erledigt die Bergmahd meist der Besitzer mit seinen Familienangehörigen. Soweit als möglich wird mit Bergmähmaschinen gearbeitet, nur mehr in sehr steilem Gelände kommt die Sense zum Einsatz. Der Traktor bringt das Heu zur „Schupfe“ oder ins Tal zum Hof. In unwegsamen Gelände wird das Heu auch heute noch auf die oben beschriebene Art und Weise transportiert.

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