Sennerinnen und Hirten

Auf der Alm hatten meist die Frauen die Aufsicht. Um ihre Arbeit kurz zu beschreiben, soll hier der Tagesablauf der Sennerinnen in Gsies erwähnt werden: Täglich nach dem Melken und der restlichen Stallarbeit gingen sie von der Alm herunter zum Hof, um dort bei der Feldarbeit zu helfen. Erst am späten Nachmittag machten sie sich wieder auf den Weg hinauf - die Wegzeiten lagen zwischen ein und eineinhalb Stunden. Dann wurden die Kühe gemolken, die anfallende Milch wurde bis spätabends zu Butter, Käse und anderen Milchprodukten verarbeitet. Am Morgen und am Abend musste zudem für den Hirten gekocht werden. Übernachtet haben die Sennerinnen immer auf der Alm. In Villgraten gingen die „Almleit“ (Almleute) während des Sommers nur selten ins Tal - bei einem plötzlichen Schlechtwettereinbruch halfen sie aber bei der Heuarbeit am Hof mit. Sie hatten auf der Alm vollauf zu tun. Eine ihrer beschwerlichen Aufgaben war das sog. „Miate“- schneiden. Dabei wurde das Gras an den für das Vieh unzugänglichen Stellen mit einer Sichel geschnitten und frisch verfüttert. Die Hirten hatten einst die Aufgabe, das Vieh in den Sommermonaten den ganzen Tag zu beaufsichtigen. Hauptsächlich wurden Rinder gehütet, Schafe und Ziegen gingen meist ihre eigenen Wege. In Gsies verrichteten diese Arbeit Buben, in Villgraten meist Männer. Heute werden die Weiden vielfach durch Elektrozäune begrenzt - eine dauernde Beaufsichtigung ist daher nicht mehr nötig. Die Almen sind teilweise auch durch Güterwege erschlossen und werden daher nach Möglichkeit vom Hof aus bewirtschaftet.

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