Vieh

Schafe und Rinder machen in dieser Gegend den größten Anteil am Viehbestand aus. Zum Teil werden auch Ziegen gehalten. Die Anzahl an Schweinen und Hühnern ist eher gering - sie dienen meist zur Selbstversorgung der Bauern. Der Bestand an Schafen ist vor allem im Villgratental sehr hoch. Sie sind äußerst genügsam und werden im Sommer auf die Hochweiden aufgetrieben. In früheren Jahren wurden hier ausschließlich Steinschafe gezüchtet, heute sind verschiedene Rassen zu finden, vorherrschend sind Berg- und Steinschafe. Ein Hauptgrund der Schafhaltung ist der Verkauf von Fleisch, das in der heutigen Zeit immer begehrter wird. Aber auch Felle sowie verschiedenste Erzeugnisse aus Wolle und Schafmilch werden hier hergestellt und verkauft. Bei den Rindern war bis in die 60-er Jahre die Rasse der Pinzgauer dominierend. Diese wurde dann meist ersetzt durch das Fleckvieh (Simmenthaler Rasse) da diese „neue“ Rasse am Markt bessere Preise erzielte. Ein wichtiger Einkommenszweig war in Gsies die Ochsenmast. Diese waren bekannt für ihr schmackhaftes Fleisch. Die kastrierten Pinzgauerstiere wurden ca. ein Jahr lang mit größter Sorgfalt und mit dem besten Futter gemästet und dann verkauft. Heute ist die Ochsenzucht wieder im Kommen - ein sog. Almochsenverein wurde gegründet und zu Ostern findet in St. Lorenzen die Osterochsenversteigerung statt. Ziegen, hier „Goasse“ genannt, lieferten früher hauptsächlich Milch für die Hirten. Die Ziegenmilch konnte im Gegensatz zur Kuhmilch nicht an die Molkerei verkauft werden. Heute betreibt man die Ziegenzucht eher als Hobby. Ihre Milch wird meist an Kälber verfüttert, zum Teil wird sie auch zu Ziegenkäse verarbeitet.

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